Mikrochip zur Heimtiererkennung

Ein Chip hilft dabei, dass eine Katze oder einen Hund eindeutig identifiziert werden kann – zum Beispiel, wenn sie/er wegläuft und der rechtmäßiger Besitzer ermittelt werden soll. So gibt er gerade Besitzern von Freigänger-Katzen und Hunden mehr Sicherheit, ihre Samtpfote im Fall der Fälle wiederzufinden. Doch auch eine Wohnungskatze sollten Sie vorsichtshalber chippen lassen, falls sie doch einmal aus der Tür entwischt.


Beim Chip für Tiere handelt es sich um einen winzigen Mikrochip, der implantiert wird. Auf dem Chip ist ein Code gespeichert, der es ermöglicht, eine Katze oder einen Hund seinem eingetragenen Halter zuzuordnen.

Das Implantieren selbst geht binnen Minuten. Mit einer Spritze wird der Chip unter die Haut des Tieres gebracht und verwächst dann auf Höhe der linken Schulter im Muskelgewebe.

Entläuft Ihr Tier und wird von jemandem gefunden, kann der Chip ausgelesen werden. Über den einzigartigen Code ist es nun möglich, dich als Halter zweifelsfrei zu identifizieren (siehe unten).

 

Das Auslesen funktioniert mit einem Lesegerät. Jeder Tierarzt und jedes Tierheim (auch wir!) verfügen über ein solches Gerät, außerdem können sie im Internet bestellt werden. Dass das Chippen viele Vorteile hat, wenn man sein Tier eindeutig kennzeichnen möchte, ist vielen Haltern inzwischen bekannt. Die kleinen Chips können leicht und ohne Schmerzen eingesetzt werden, halten ein Leben lang und ermöglichen eine hundertprozentige Identifizierung.

 

Chippen – Pflicht oder nicht?

 

Generell muss man sein Tier nicht chippen lassen. Natürlich ist es empfehlenswert, vor allem für Freigänger-Katzen. Mikrochips bei der Katze erleichtern es den Findern von vermissten Katzen, den Besitzer herauszufinden. Gute Gründe für das Chippen einer Katze gibt es also genug – aber wann ist es auch Pflicht?

 

Bei einer Auslandsreise muss Ihr Tier gechippt sein!

 

Der Chip bei Katzen und Hunden ist nur dann Pflicht, wenn Sie mit ihrem Tier in das europäische Ausland ausreisen wollen. Wenn Sie also zum Beispiel Urlaub in Skandinavien, Spanien oder Italien machen und Ihre Katze oder Ihren Hund mitnehmen wollen, müssen Sie diese vorher vom Tierarzt chippen lassen.

Der Grund dafür: Nur über den Mikrochip lässt sich eine Tier eindeutig identifizieren und sich so ihrem Europäischen Heimtierausweis sowie ihrem Impfpass zuordnen. Beide Dokumente, die Sie über Ihren Tierarzt bekommen können, sind bei einer Reise ins Europäische Ausland Pflicht!

Seit 2004 muss der EU-Heimtierausweis bei Auslandsreisen mitgeführt werden, seit 2011 ist er nur in Verbindung mit einer Kennzeichnung der Katze durch einen Transponder (Mikrochip) nach ISO-Norm 11784 oder 11785 gültig.

Ohne gültigen EU Heimtierausweis inklusive Zuordnung durch den Chip kann man an Grenzen ziemliche Probleme bekommen: Im schlimmsten Fall kommt Ihr Tier dann in Zwangs-Quarantäne, was mit erheblichen Kosten verbunden ist – Verglichen damit sind die Kosten für das Chippen der Katze sowie für Heimtierausweis und Impfpass sehr gering!

 

 

Die Vorteile und Nachteile von Mikrochips

 

Die Vorteile

 

  • Schmerzfrei und schnell – Die Implantation des Mikrochips in die linke Schulter geht sehr schnell und ohne Betäubung für das Tier. Der winzige Mikrochip wird mit einer Kanüle (Nadel) hinter dem Ohr injiziert, wandert von dort nach unten und verwächst dort auf Höhe der Schulter im Bindegewebe. Das ist für die Katze oder den Hund nicht schmerzhafter als eine Spritze.
  • Hohe Haltbarkeit – Der Chip muss ein ganzes Tierleben lang nicht ausgetauscht oder aufgeladen werden. Der passive Chip benötigt keinerlei Strom und ist wartungsfrei. Tätowierungen im Vergleich verblassen mit der Zeit und werden unleserlich
  • Sehr bekömmlich – Die Außenhülle des Chips besteht aus gewebeverträglichem Plastik oder Glas, führt also nicht zu Unverträglichkeiten oder Entzündungen im Körper. Auch die Angst, dass der Chip im Körper des Tieres “wandern” könnte ist unberechtigt, dies ist nur in sehr seltenen Fällen vorgekommen.
  • Winzig klein und nicht störend – Anders als zum Beispiel Katzenhalsbänder zu Zwecken der Kennzeichnung ist der Mikrochip der Katze nicht im Weg – Halsbänder dagegen bergen sogar die Gefahr, dass die Katze daran hängen bleiben und sich verletzen kann! Der Chip lässt sich zwar ertasten, ist aber nur winzige 10 mal 2 Millimeter groß (je nach Hersteller)
  • Eindeutige Zuordnung – Der 15-stellige Code, der im Chip gespeichert ist, ist einzigartig. Das heißt, das gechippte Tier lässt sich hundertprozentig eindeutig ihrem Besitzer zuordnen – und das weltweit. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber der Tätowierung: Die tätowierten Nummern sind nicht einmalig, das Tier kann also nicht zweifelsfrei zugeordnet werden.

 

Die Nachteile

 

Unbekannt – Gerade Menschen, die keine eigenen Haustiere haben, ist nicht bekannt, das Katzen und auch Hunde heutzutage oft mit einem Transponder ausgestattet sind. Wenn also jemand eine vermisste Katze findet, wird er nicht gleich zum Tierarzt gehen um den Chip auslesen zu lassen – zumindest in vielen Fällen.
Neutral zu betrachten ist der Preis des Katzen Mikrochips. Die Kosten des Chippens bei einer Katze betragen zwischen 30 und 50 Euro (je nach Modell und Tierarzt).

Viele Tier-Krankenversicherungen übernehmen die Kosten des Chippens sogar komplett.

 

  • Außerdem gibt es praktisches Zubehör rund um den Katzen-Mikrochip:

Katzenklappe mit Chiperkennung – Es gibt Katzenklappen, die nur dann öffnen, wenn Sie das Signal vom Chip ihrer Katze erkennen. Das verhindert, dass fremde Katzen (oder kleine Hunde) durch die Katzenklappe ins Haus gelangen können! 

 
  
Die Kosten

 

Im Durchschnitt betragen die Kosten für das Chippen einer Katze zwischen 30 und 50 Euro (variiert je nach Modell und Tierarzt).

Die Katzen Chippen Kosten setzen sich zusammen aus:

 

  • dem Preis für das Einsetzen des Chips, also der Arbeit des Tierarztes
  • dem Preis für den Mikrochip, also die Materialkosten

 

Registrierung des Chipps

Gechippte Tiere können (sollten!) kostenlos bei Tasso e.V. registriert werden. Dieser gemeinnützige Verein hilft Haustierhaltern, die ihre geliebten Tiere vermissen. Es ist das größte Haustierzentralregister in ganz Europa. Jegliche Leistungen von Tasso sind kostenlos.

 

Zwei kleine Schritte - für Ihr Tier!

Noch immer ist in Deutschland nur jedes zweite Haustier registriert. Unverständlich, denn die Kennzeichnung beim Tierarzt ist problemlos und kostet nicht viel. Eine Registrierung bei TASSO e.V. ist sogar vollkommen kostenlos.
Bei TASSO können Sie jedes Tier registrieren lassen. Und wenn es einmal entwischt, können wir über die registrierte Nummer in der TASSO-Datenbank den Halter des Tieres ausmachen. Es sind nur zwei kleine Schritte, die Sie gehen müssen, um Ihr Tier optimal vor dem endgültigen Verschwinden zu schützen. Sehen Sie selbst:

Schritt 1: Lassen Sie Ihr Tier kennzeichnen
Bis vor einigen Jahren war die Tätowierung die am häufigsten angewandte Kennzeichnungsmethode. Mittlerweile hat sich aber der Transponder bei den meisten Tierärzten durchgesetzt. Hier wird Ihrem Tier ein zwölf Millimeter kleiner Chip schmerzlos und narkosefrei unter die Haut injiziert. Innerhalb von 24 Stunden nach der Injektion verwächst er mit dem Gewebe. Der Mikrochip enthält lediglich einen 15‐stelligen Zahlencode.

Schritt 2: Registrieren Sie Ihr Tier bei TASSO
Sowohl bei der Tätowierung als auch beim Einsatz eines Transponders ist es wichtig, dass Sie im Anschluss den letzten Schritt gehen: die Registrierung Ihres Tieres mit dem Tätowierungs‐ beziehungsweise Transpondernummer bei TASSO. Die Nummer wird gemeinsam mit den Tier‐ und Halterdaten in unserer Datenbank gespeichert, wenn Sie Ihren Hund, Ihre Katze oder ein anderes Tier bei TASSO anmelden. Nur so ist gewährleistet, dass wir das Tier, wenn es einmal vermisst werden sollte, schnell und unbürokratisch zu Ihnen zurückbringen können.

Kleine Schritte, die Großes bewirken können. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und registrieren Sie Ihr Tier!

Irrtümlicherweise gehen besonders Halter von Wohnungskatzen davon aus, dass Ihr Tier niemals entwischt. Ein Trugschluss, denn Katzen laufen 10 Mal häufiger weg als Hunde. Auch Wohnungskatzen! Dennoch sind nur 20 Prozent der Katzen in Deutschland registriert. Das bedeutet, dass 4 von 5 Katzen im Vermisstenfall ihr Zuhause nicht mehr wiedersehen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.tasso.net
 

Tiere in Not e.V. 

Garlstedter Kirchweg 38

27711 Osterholz-Scharmbeck

Telefon:

04791 - 9315472 (Büro)

oder

04298 - 2113 (Leitung, Fr.Khalil)

Fax:         

04791 - 9654284

E-Mail:

info@verein-tiere-in-not-ohz.de

ÖFFNUNGSZEITEN:

Montag bis Sonntag

17:00 bis 19:00 Uhr

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